
Was ist die Mikroimmuntherapie?
Gesundheit basiert auf einem gut regulierten und belastbaren Immunsystem. Die körpereigene Abwehr ist ein hochkomplexes Zusammenspiel aus Organen, Zellen und Botenstoffen, das kontinuierlich auf innere und äußere Einflüsse reagiert. Gerät dieses fein abgestimmte System aus dem Gleichgewicht und kann seine Aufgaben nicht mehr angemessen erfüllen, spricht man von einer immunitären Dysbalance – ein Zustand, der die Entstehung und Ausbreitung von Erkrankungen begünstigen kann.
An diesem Punkt setzt die Mikroimmuntherapie an. Sie arbeitet mit ausgewählten immunologischen Botenstoffen wie Zytokinen, Interferonen und Interleukinen, die natürlicherweise im Körper vorkommen und eine zentrale Rolle in der Immunregulation spielen. In spezifischen Zusammensetzungen und fein abgestimmten Konzentrationen eingesetzt, zielt die Mikroimmuntherapie darauf ab, regulierende Prozesse des Immunsystems zu unterstützen – indem sie notwendige Reaktionen anregt oder überschießende Prozesse sanft moduliert. Auf diese Weise orientiert sie sich an den natürlichen Kommunikationswegen des Immunsystems und ergänzt bestehende therapeutische Ansätze auf regulativer Ebene.
Für jedes Lebensalter – vielseitig einsetzbar
Da das Immunsystem an zahlreichen Krankheitsprozessen beteiligt ist, findet die Mikroimmuntherapie in vielen Bereichen Anwendung. Sie wird unter anderem bei Autoimmunerkrankungen, Infektionsgeschehen und allergischen Reaktionen eingesetzt. Auch bei psychoneurologischen Beschwerden, onkologischen Erkrankungen sowie bei Störungen des Magen-Darm-Trakts liegen Erfahrungen mit der Low-Dose-Immuntherapie vor.
Dank der niedrigen Dosierungen und der in der Regel guten Verträglichkeit eignet sich die Mikroimmuntherapie sowohl für Kinder als auch für Erwachsene und kann in unterschiedlichen Lebensphasen begleitend eingesetzt werden.
